Akropolis Adieu!
Wer so richtig pleite ist, der muss ans Eingemachte gehen: Ob Oma ihr klein Häuschen, das gute Tafelsilber oder auch das eine oder andere Familienerbstück - alles muss dran glauben, bevor man andere um Hilfe bitten darf.
Was beim Einzelschuldner recht ist, müsste bei einem Staat nur billig sein, finden Politiker von CDU und FDP: "Ein Bankrotteur muss alles, was er hat, zu Geld machen - um seine Gläubiger zu bedienen. Griechenland besitzt Gebäude, Firmen und unbewohnte Inseln, die für die Schuldentilgung eingesetzt werden können", sagte der Vorsitzende der CDU-Mittelstandsvereinigung MIT, Josef Schlarmann, der "Bild". Ins gleiche Horn stießen der FDP-Finanzexperte Frank Schäffler und der Jung-CDUler Marco Wanderwitz.
Liebhaberstück, reparaturbedürftig, nur Abholung
Wohl jedem wird spontan die eine oder andere Immobilie in Griechenland einfallen, die sicherlich einen Liebhaber finden dürfte. Allein in Athen stehen schon seit gut zwei Jahrtausenden diverse Zweckbauten herum, die nicht mehr genutzt werden, aber einen massiven Renovierungsstau vor sich her schieben - für solvente Liebhaber dürfte da das eine oder andere Schnäppchen drin sein. So würde sich der Zeustempel sicherlich gut als Portal für die Villa des einen oder anderen Krisengewinnlers machen. Das Parthenon wäre, eine umfassende Dachsanierung vorausgesetzt, eine geile In-Location für Clubs.
Mal ordentlich aufräumen!
Doch warum in Griechenland aufhören? Auch im Pleiteland Spanien gibt es noch Reserven. Der Prado kann gar nicht all die Schinken ausstellen, die in seinen Lagern zu finden sind. Bevor diese ungesehen verschimmeln, könnten sie auf Ebay den einen oder anderen dringend benötigten Euro für die Staatskasse bringen. Island muss sich ernsthaft fragen lassen, ob es auf dem Weg in die EU so viele kleine Pferdchen braucht.
Italien würde sicherlich etwas aufgeräumter aussehen, wenn nicht so viel nackte Menschen aus Marmor herumständen. Und Deutschland - Neuverschuldung 2010 voraussichtlich um die 80 Milliarden Euro - hat immer noch eine nur wenige Jahrzehnte genutzte Zweithauptstadt in ebenso idyllischer wie zentraleuropäischer Lage herumliegen.
http://www.tagesschau.de/schlusslicht/griechenlandschulden110.htmlIst doch ne super Idee, ich würde mir auch die Akropolis kaufen und sie zu einer kleinen Sommerresidenz umbauen ... Vielleicht könnten sie ja auch die hälfte von Zypern an die Türkei verkaufen, würde bestimmt auch ein bisschen Geld einbringen ...